Ignatianische Pädagogik

„Wir müssen alles tun, was wir können, aber am Ende steht das Vertrauen auf Gott.“ (Ignatius von Loyola)

Die ignatianische Pädagogik geht auf Ignatius von Loyola als Gründer des Jesuitenordens zurück.

Heute prägt diese Pädagogik viele Jesuitenschulen, Universitäten und Bildungseinrichtungen weltweit.


Grundidee der ignatianischen Pädagogik

Im Zentrum steht die ganzheitliche Bildung des Menschen. Lernen beginnt also immer bei der Lebenswelt der Lernenden.
Ziel ist nicht nur Wissensvermittlung, sondern die Entwicklung von:

  • Verstand

  • Charakter

  • Spiritualität

  • sozialer Verantwortung

Lernen geschieht durch eigene Erfahrungen:

  • Diskussionen

  • Projekte

  • praktische Tätigkeiten

  • Begegnungen mit sozialen Realitäten

Genau aus diesem Grund beteiligen wir unsere Schülerinnen aktiv am Schulgeschehen!

Ein sehr typisches ignatianisches Element ist die Reflexion, wobei Leitfragen sein können:

  • Was habe ich gelernt?

  • Was bedeutet das für mich?

  • Welche Werte sind darin enthalten?

Reflexion verbindet Wissen mit persönlicher Bedeutung. In festem Einklang damit steht auch der Ignatianische Wochenrückblick an jedem Freitagmorgen.

Aus der Reflexion soll konkretes Handeln folgen:

  • Verantwortung übernehmen

  • gesellschaftliches Engagement

  • Einsatz für Gerechtigkeit

Bildung soll also das Verhalten verändern.

Am Ende steht eine Rückschau auf Lernen und Entwicklung:

  • fachliche Leistungen

  • persönliche Entwicklung

  • Werte und Haltung

Bewertung betrifft nicht nur Noten, sondern auch Wachstum als Person und Persönlichkeit.


Typische Leitprinzipien

Einige häufig genannte Leitideen:

  • cura personalis – Sorge um die einzelne Person

  • Magis – „das Mehr“, Streben nach dem Besseren

  • Ganzheitliche Bildung – Kopf, Herz und Hand

  • Glaube und Gerechtigkeit – Bildung soll zu sozialem Engagement führen